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Medizinstudium in Lübeck vor dem Aus PDF Drucken E-Mail

(Juni 2010) Bad Segeberg – Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung will ab dem Wintersemester 2011/2012 den Studiengang Medizin an der Universität Lübeck abschaffen. Der Grund: Kosten.
Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) hält die geplante Schließung der Medizinischen Fakultät Lübeck für einen „fatalen Fehler“. „Es wäre ein sehr großer Verlust, auf die Lübecker Fakultät zu verzichten, die für ihre hochqualitative Lehre bekannt ist“, betonte bvmd-Präsident Dominique Ouart.


vollkommen unverständlicher Schritt in die falsche Richtung


Während in den letzten Wochen die gesamte Politik darüber beraten hätte, ob es einer Ausweitung der Medizinstudienplätze bedarf, soll hier eine ganze Fakultät geschlossen werden. „Das ist ein vollkommen unverständlicher Schritt in genau die falsche Richtung“, so Ouart. Hier werde an der vollkommen falschen Stelle gespart. „Im Bereich der Bildung und Gesundheitsversorgung derart den Rotstift anzusetzen, ist gesellschaftspolitisch verantwortungslos“, kritisierte der bvmd-Präsident.
Gerade für Schleswig-Holstein als ein vom Ärztemangel bedrohtes Flächenland wäre die Ausbildung von bedeutend weniger Ärzten ein verheerendes Signal. „Wir fordern eine umgehende Korrektur dieser Fehlentscheidung zur Sicherung der medizinischen Lehre, der ärztlichen Versorgung in Schleswig-Holstein und des Standorts Lübeck im Gesamten“, so Ouart.

 

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