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Mediziner studieren am erfolgreichsten PDF Drucken E-Mail

Medizinstudium_Neurologie_Junge Neurologen(05.11.2010) Berlin – Medizinstudierende haben die niedrigste Abbruchquote aller Fächer. Darauf hat der Medizinische Fakultätentag (MFT) hingewiesen. Demnach schließen laut Statistischem Bundesamt 87,3 Prozent der Anfänger eines Jahres ihr Studium erfolgreich ab. „Die Quote ist ein Indikator dafür, wie effektiv die Fächergruppen in der Ausbildung der Studierenden sind“, erklärte MFT-Präsident Dieter Bitter-Suermann. Der Durchschnitt aller Fächergruppen liege bei 72,5 Prozent.

„Angesichts der hohen finanziellen Anforderungen des Medizinstudiums und des Ärztebedarfs müssen wir fragen, wie mit den knappen öffentlichen Mitteln und der Lebensarbeitszeit der Mediziner am besten umgegangen werden kann“, so Bitter-Suermann. Die Etablierung medizinnaher Studiengänge einerseits und die ungeteilte, zügige ärztliche Grundausbildung andererseits dürften laut Bitter-Suermann die besten Optionen sein. Nach dem Medizinstudium von 6,5 Jahren sei schließlich noch eine Weiterbildung von fünf bis sieben Jahren Pflicht. „Eine Teilung des Medizinstudiums oder ein Teilzeitstudium würden die Zeit bis zur selbstständigen ärztlichen Berufsausübung weiter verlängern“, sagte der MFT-Präsident. Bachelor- und Masterstudiengänge seien auch daher lediglich Ergänzungen an den Medizinischen Fakultäten.
 

© 2010 Deutsche Gesellschaft für Neurologie/Junge Neurologen