Die Aschaffenburger Neurologie geht neue Wege bei der Personalsuche
Prof. Rolf Schneider, Chefarzt der Neurologischen Klinik in Aschaffenburg, geht es wie mehr als der Hälfte aller Chefs neurologischer Kliniken in Deutschland: Er sucht nach Assistenzärztinnen und -ärzten. Und er würde gerne ausbilden. Vier Assistenzarzt-Stellen gilt es derzeit zu besetzen. Das Arbeitsklima stimmt, die Arbeitsbedingungen und das Weiterbildungs-Curriculum sind exzellent, die Bezahlung ist fair und der Chef engagiert. Allerdings hat seine Klinik einen gewissen Standortnachteil, der sich in Zeiten von allgemein zu geringen Medizinerzahlen sehr unangenehm auswirkt.
Sein Haus liegt zwischen den Universitätskliniken Frankfurt und Würzburg und im Schatten dieser Ballungsräume, die für jüngere Arbeitnehmer oft attraktiver scheinen. „Dabei arbeitet man bei uns in Aschaffenburg an einem Ort, wo andere eigentlich Urlaub machen“, wirbt Prof. Schneider. Die unterfränkische Stadt, die als Tor zum Spessart gilt, ist Teil der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main. Mit dem Auto oder der Bahn erreicht man Frankfurt in einer halben Stunde. Nach Würzburg ist es wenig mehr.
Einzel-Betreuung durch den Chefarzt Um den Nachwuchs vom Lokalkolorit zu überzeugen, hat sich der Klinikchef etwas Neues einfallen lassen: Er lädt einzelne Medizin-Studenten oder frisch approbierte Ärzte dazu ein, ihn persönlich einen Tag lang zu begleiten. Dabei lernen die Interessenten die Arbeit eines Neurologen auf hohem Niveau kennen und können sich auch von der Person des Chefs direkt ein Bild machen. Mit dieser Transparenz und Offenheit lassen sich die potenziellen Mitarbeiter am Besten für seine Klinik begeistern, davon ist Schneider überzeugt. Und auch davon, dass „es keine dummen Fragen gibt, außer die, die man nicht stellt“. Mit seinem Angebot „Dein Tag mit dem Chefarzt“ setzt er der Initiative „Dein Tag in der Neurologie“ noch eins drauf. Bei diesen von den Jungen Neurologen 2010 ins Leben gerufenen Praxistagen, die von nicht-universitären Kliniken veranstaltet werden, haben Medizinstudenten die Gelegenheit, den spannenden Alltag in einer Neurologischen Klinik zu erleben und wertvolle Einblicke in ihre spätere Arbeit auf einer neurologischen Abteilung zu gewinnen. Im Unterschied zu Prof. Schneiders Angebot sind dies jedoch Gruppentermine, und der Austausch mit dem Klinikchef ist meist auf ein gemeinsames Mittagessen mit anschließendem Gruppengespräch beschränkt. Bei Professor Schneider hingegen genießen alle Interessenten Chefarztbehandlung.
Das ganze Spektrum der Neurologie kennenlernen
In der Neurologischen Klinik Aschaffenburg behandelt das Team aus derzeit 3 Oberärzten und 8 Assistenzärzten pro Jahr mehr als 2500 Patienten. Zum Spektrum gehören alle neurologischen Krankheiten, vom Schlaganfall über Multiple Sklerose, Muskel- und Nervenkrankheiten bis hin zu Demenz-Erkrankungen und dem Morbus Parkinson. Schwerpunkte sind unter anderem: Neurologische Gefäßerkrankungen, neuroimmunologische Erkrankungen, schwierige elektrophysiologische Fragestellungen und demenzielle Erkrankungen. Die Klinik besitzt eine moderne Stroke Unit und eine neurologisch-neurochirurgische Intensivstation. Die Wege zu anderen Fachkliniken für die interdisziplinäre Zusammenarbeit sind kurz.
Wer ihn kennt weiß, dass es Prof. Schneider ernst meint, wenn er von seinem Anspruch erzählt, neurologische Medizin auf höchstem Niveau, aber in kollegialer und freundlicher Atmosphäre, anzubieten. „Die Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter nehmen wir daher sehr ernst. „So können unsere Berufseinsteiger viele betriebliche Sozialleistungen und familienfreundliche Arbeitsbedingungen erwarten“, so Schneider. Und die Grenzlage Aschaffenburgs hat auch Vorteile: Die Klinik profitiert von der Kooperation mit den Universitätskliniken Würzburg und Frankfurt. Neben mindestens drei wöchentlichen, klinikinternen Fortbildungen besteht die Möglichkeit, das reichhaltige Fortbildungsangebot der umliegenden Universitätskliniken in Würzburg, Frankfurt, Heidelberg, Marburg oder Gießen zu nutzen. In Sachen Weiterbildung geht Professor Schneider mit gutem Beispiel voran. In den vergangenen Jahren hat er selber noch einmal studiert und den MBA für Health Care Management an der Uni Bayreuth erworben – und nicht ohne Grund war er acht Jahre lang als Schatzmeister im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Neurologie engagiert. Wer sich über die Medizin hinaus auch für kaufmännische Aspekte interessiert, wird von Prof. Schneider auch hier einiges lernen können. Von seinem Talent für Eigenmarketing ganz zu schweigen. Man darf gespannt sein, wie sein Modell wirkt und wie viele Nachahmer es finden wird. Wir werden darüber berichten.
Bei Interesse am „Tag mit dem Chefarzt“ wendet Euch einfach an: Prof. Dr. Rolf Schneider Chefarzt der Neurologischen Klinik des Klinikums Aschaffenburg Telefon: 06021 / 32-3050 E-Mail:
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